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Bürgervorschlag zum Thema "Unbekannt"

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Schulwegsituation rund um die Franckeschen Stiftungen

Am vergangenen Samstag wurden die diesjährigen Erstklässler eingeschult. Sicher sind ihre Schulwege vielerorten nicht. Mit dem Wegfall von durch Bürgerarbeit finanzierten “Schülerlotsen” und den sinkenden Stellenzahlen für Verkehrssicherheitsbeamte der Polizei sind Sicherheitsfaktoren für die jüngsten Schulkinder weggefallen. Die örtlichen Gegebenheiten der Schulwege selbst, für die die Stadt verantwortlich ist, sind zum Teil katastrophal. Das trifft insbesondere für die Schulwegesituation zu den auf dem Gelände der Franckeschen Stiftung befindlichen Grundschulen zu (Grundschule August Hermann Francke und Montessori-Grundschule), deren Zugwegungen sich in letzter Zeit aufgrund von Bauarbeiten noch unübersichtlicher gestalten. Drei problematische Zuwege führen auf das Gelände der Franckeschen Stiftungen: 1) Über den Franckeplatz, wo die Schüler drei Straßenübergänge absolvieren müssen (die erste unbeampelt, in Beachtung der kreuzenden Straßenbahnen; die zweite beampelt ebenfalls über kreuzende Straßenbahnschienen und die dritte mit einer Rufampel, die mit – häufig nicht vom Fahrrad absteigenden – Radfahrern geteilt werden muss und deren Taktung nicht an die zweite Ampel gekoppelt ist). Dieser Übergang ist schon für Erwachsene eine Zumutung, für Kinder mit deutlich kleinerem Blickfeld und fehlender Straßenverkehrskompetenz nicht zu bewältigen: Dass diese Kreuzung kein Unfallschwerpunkt ist, liegt nur daran, dass Eltern ihre Kinder zum Teil bis zur vierten Klasse zur Schule bringen, wie täglich zu beobachten ist. 2) Über den Steinweg, ca. Höhe Perastraße. Hier existiert kein Übergang. Wenn die Kinder einen Übergang nutzen wollen, müssen sie entweder bis zum Rannischen Platz laufen oder ebenfalls über den Franckeplatz gehen. Baustellen auf dem Steinweg erschweren die Übersichtlichkeit in hohem Maße. 3) Durch die Unterführung auf das Stiftungsgelände vom Waisenhausring aus. Hier ist die Lage besonders chaotisch, da direkt neben dem Eingang zur Unterführung – auf einer Havariezufahrt der HAVAG – durchgehend, und insbesondere am Morgen und späteren Nachmittag, Autos – im Halteverbot – halten und z.T. parken. Diese Fahrzeuge versperren die Sicht für Radfahrer und zwingen alle Verkehrsteilnehmer (Radfahrer und Fußgänger), den Fußweg zu verlassen und auf dem, gerade im Berufsverkehr stark befahrenen, Waisenhausring zu laufen bzw. zu fahren. Der Moment des Umfahrens bzw. Umlaufens der falsch parkenden Fahrzeuge ist lebensgefährlich. Überdies birgt das Parken senkrecht zur Fahrbahn mit dem Heck zur Straße beim Ausparken erhebliche Risiken für die Benutzer der Fußgängerampel. Zu gefährlichen Situationen und Bagatellunfällen kam es bereits wiederholt – es ist nur glücklichen Umständen und dem äußerst defensiven Verhalten von Fußgängern und Radfahrern (Kinder und deren Begleiter) zu verdanken, dass – bisher – noch nichts Schlimmeres passiert ist.
Einsparvorschlag: 
Um Personenschäden zu vermeiden, sollte die Stadt dringend handeln und diese Schulwege gerade für die Jüngsten sicher machen. Eine alternative Lösung am Franckeplatz ist dringend notwendig. Das wilde Parken an der Waisenhausmauer sollte den Fachbereich Sicherheit der Stadt zum verstärkten Einsatz von Politessen bewegen, die in anderen Gebieten von Halle (z.B. vor dem Landesmuseum für Vorgeschichte) zu den entsprechenden Zeiten sehr regelmäßig tätig sind. An der Waisenhausmauer kann ihr Einsatz nicht nur zum Eingang von Bußgeldern von notorischen Falschparkern und –haltern führen, sondern darüber hinaus auch einen entscheidenden Beitrag zur Schulwegsicherheit leisten.
Thema: 
Unbekannt
Status: 
Erledigt
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